10.11.2017 Tokimonsta + Flava D + more @ gretchen

Freitag, 10.November 2017

Tokimonsta (Brainfeeder/USA)
Flava D (Butterz/UK)
Deby Cage (Easydoesit/Organoid/D)
Soulmind (Through My Speakers/D)
special guest: Mike Parvizi (Penthouse Penthouse/US)

*8 € before 0h, 12 € after*
*all tickets cash at night * no presale*

*mit Mount Kimbie Ticket 6 €*

Tokimonsta: Die Grand Dame der Future-Beats

An der US-Westküste, respektive Los Angeles, floriert die Szene im Spannungsfeld von instrumentalem Hip-Hop und elektronischer Eklektik (Dubstep, Synthpop, Chillwave, Witchhouse, etc.). So begrüßen wir heute Jennifer Lee alias Tokimonsta, die bereits im Sommer 2011 mit ihrer EP „Creature Dreams“ eindrucksvoll zeigte, dass sich die Produzentin aus Kalifornien ständig weiterentwickelt.

Denn das sieben Tracks umfassende Werk war nach ihrem Album „Midnight Menue“ wieder eine Stufe höher anzusiedeln. Vocaltracks wie „Little Pleasure“ und „Darkest (Dim)“ wurden hier konsequent eingesetzt und gaben dem Ganzen zusätzlich ein freundlich ambitioniertes Pop-Flair. Ansonsten trafen hier Kosmoflächen und vernebelte Mid-Fi-Elemente auf klonkige Synthie-Bleeps im Kopfnicker-Rhythmus. Inzwischen hat Tokimonsta hart daran gearbeitet, ein verzwicktes Gewebe aus Sounds für ihr aktuelles Release „Half Shadows“ auf dem Electronic-Label Ultra Records zusammenzufrickeln, das nicht nur vielfältig ist, was die Genres, sondern auch was die Launen angeht.

Stilistisch erstreckt sich das Werk von Dirty House bis hin zu sanften, herzerweichenden Klanglandschaften, die einen in leichter Traurigkeit tanzen lassen. Aber für ihr Feature „Go With It“ hat sich die Produzentin exotischer, experimenteller und düsterer Klänge mit Pop-Stimme MNDR etwas aus ihrem Muster gelöst und eine überraschend positive und helle Produktion aus dem Ärmel geschüttelt. „Musikalität, Rhythmus und Textur“ nennt sie als Leitlinien ihres Schaffens.

Als Dankeschön für eine Million Soundcloud-Plays verschenkte Tokimonsta im Frühjahr 2014 den unveröffentlichten Track „The World is Ours“, bei dem sie Marvin Gaye Samples verwendet hatte. Inzwischen hat sie ihr eigenes Label Young Art Records gegründet, auf dem sie ihr Mini-Album „Desiderium“ und zuletzt auch die Single „We Love” herausbrachte. Und wer sich fragen sollte, woher ihr Name kommt, sei gesagt, dass die gebürtige Koreanerin für die erste Hälfte ihres Pseudonyms einfach das koreanische Wort für Kaninchen – „toki“ – wählte.

Ebenfalls weiblichen Charme bringt die Berliner Ausnahmekünstlerin Deby Cage ins Gretchen. Die Schöpferin der Organoid-Reihe wirft gerne mit schwerem Bass, deepem Trap- und Trill-Perlen um sich und zieht so jeden in ihren musikalischen Bann. An der Seite von internationalen Acts, wie z.B. Baauer, Jauz, Tropkillaz und Stööki Sound verschaffte sich Deby Cage bereits über die Stadtgrenzen Berlins ein Standing. Wofür ihr Name steht? „Deby Cage ist eine Fusion aus meinem alten Graffiti-Tag und dem Sprichwort trapped in a cage.“ Unterstützung gibt's außerdem von unserem Resident Soulmind.

https://soundcloud.com/tokimonsta
https://soundcloud.com/deby-cage
https://soundcloud.com/soulmind